Stationärer Handel: Digitalisierung als Chance zur Umsatzsteigerung betrachten

Die Studie „Navigating the New Digital Divide“ von Deloitte untersucht das In-Store-Käuferverhalten und die digitale Mediennutzung, gibt aber auch Empfehlungen zur Verschmelzung von Ladengeschäft und Online-Präsenz. Die Durchführung erfolgte in neun wichtigen Märkten, darunter auch Deutschland. Hier liegt der digitale Einflussfaktor mit aktuell 30 Prozent deutlich unter dem in den USA. Hier wird gut die Hälfte der Einkäufe digital induziert. Der Einzelhandel steht durch die Digitalisierung unter Druck und nur wenige Händler nutzen die Chance zur Umsatzsteigerung, die sich durch die Überwindung der wachsenden Diskrepanz zwischen Kundenerwartungen und eigener Geschäftsrealität ergibt.

Digitaler Einfluss in Deutschland nimmt zu
Auch in Deutschland informiert sich die Mehrheit der Käufer zuerst auf einem digitalen Gerät über Produkte. Zudem werden Kaufentscheidungen dank Internet, Smartphones und Computer immer früher getroffen. 90 Prozent haben vor dem Kauf online recherchiert oder tun dies währenddessen oder danach, etwa für Serviceleistungen.

Bessere Konversionsraten für Ladengeschäfte durch Digitalisierung
Immer mehr Käufer haben sich schon vor Betreten des Ladens entschieden. Trotzdem hinkt der reine E-Commerce-Umsatz dem des stationären Handels noch immer weit hinterher. Die Konversionsraten von Ladengeschäften sind auch deutlich besser, wenn sie Produkt- und Preisinformationen online bereitstellen und den Kundenkontakt mit digitaler Technologie emotionaler und persönlicher gestalten. Moderne In-Store-Technologien bieten viele Möglichkeiten, die Kunden besser kennenzulernen und Kundendaten zu sammeln. Wer seine Kunden nicht kennt, kann sie nicht finden und wird auch nicht gefunden.

Intensivierung der Online-Handelsaktivitäten von stationären Händlern lohnt sich
Drei weitere Faktoren befürworten eine Intensivierung der Online-Handelsaktivitäten. Die Hälfte aller Käufer zieht das eigene Gerät für die Produktsuche dem Befragten eines Verkäufers vor. Online-Informationen zu seinem Angebot sind für den Händler also wichtiger als ihre Vermittlung über hauseigene digitale Geräte. 44 Prozent der Ladenbesucher würden gern moderne Zahlungsmittel z. B. die digitale Geldbörse nutzen. Zudem ist die Wahrscheinlichkeit eines Kaufs bei Käufern, die ihr eigenes digitales Gerät nutzen, höher. Und Social-Media-Nutzer geben mehr Geld aus als Nichtnutzer.

Ladengeschäft kann sich auch in Zukunft rechnen
Der Durchschnittskonsument rechnet heute mit einem Mindestmaß an moderner Technologieeinbindung, angefangen bei Online-Produktinformationen bis zu E-Commerce, In-Store-Tracking und personalisierte Angebote im Geschäft. Wenn der stationäre Handel es schafft, online eine emotionale Kundenbindung mittels relevanter Informationen, Inhalten und Aktionen aufzubauen, wird das Ladengeschäft auch in Zukunft Erfolg haben.

(Quelle: http://www2.deloitte.com/de/de/pages/presse/contents/studie-navigating-the-new-digital-divide.html)

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