Kreislaufwirtschaft: Deutsche Unternehmen müssen Unternehmensstrategie anpassen

Die Kreislaufwirtschaft wird von mehr als 90 Prozent der deutschen Unternehmen als Chance betrachtet. Während zwei Drittel mit einer hohen bis sehr hohen Wichtigkeit für das eigene Unternehmen rechnen, fehlt es bei ebenso vielen an der Ausrichtung der Unternehmensstrategie auf die Kreislaufwirtschaft. Das zeigt eine Umfrage von Z_punkt. Der langfristige Transformationsprozess der Entwicklung der Kreislaufwirtschaft birgt große Chancen für die deutschen Unternehmen. Allerdings müssen die Strategie- und Innovationsabteilungen das Thema so bald wie möglich angehen, denn die internationale Konkurrenz arbeitet bereits an der konkreten Umsetzung. Die Politik unterstützt hier mit dem Circular Economy Package der EU. Demzufolge müssen die Mitgliedsstaaten ab 2030 eine Recyclingquote von mindestens 65 Prozent vorweisen. Dafür werden über sechs Milliarden Euro Fördergelder angeboten.

Kreislaufwirtschaft nicht nur Recycling
Eine Kreislaufwirtschaft umfasst viel mehr als nur Recycling. Der Recycling-Weltmeister Deutschland hat bisher wenig Anteil an den Best Practice-Beispielen für das Erhalten des Produktwertes solange es qualitativ und wirtschaftlich möglich ist. Positive Beispiele für funktionierende Ansätze einer Kreislaufwirtschaft sind etwa Caterpillar, Renault, Philips und British Airways. Neun Remanufacturing-Werke von Caterpillar bereiten Pumpen, Getriebe und Motoren auf, die dann in neuen Maschinen verbaut werden. Das einzige profitable Produktionswerk von Renault ist ein Remanufacturing-Werk. Geschäftskunden von Philips können aufwändige Lichtsysteme leasen statt kaufen. Und British Airways hat seine Flotte mit gebrauchten A380 erweitert. Große internationale Unternehmen wie BASF Construction Chemicals oder Sharp Electronics stehen an der Spitze des Trends zur Kreislaufwirtschaft. Durch die bessere Auslastung von Rohstoffen und Produkten im Rahmen einer Kreislaufwirtschaft könnte für die deutsche Wirtschaft zu zusätzlichen 0,3 Prozent Wachstum pro Jahr führen. Bis 2030 ließen sich die Kosten der Privathaushalte für Lebensmittel, Mobilität und Wohnraum um 25 Prozent senken.

Produkt- und Service-Systeme für langfristige Gewinne entscheiden
Kurz- und mittelfristige Gewinne entstehen mit der Kreislaufwirtschaft insbesondere durch die bessere Auslastung von Produkten. Für langfristige Gewinne kommt es auf die Produkt-Service-Systeme an. Dafür müssen neue Unternehmenseinheiten und Kompetenzen entstehen bis nach einigen Jahren ein neuer Wertschöpfungskreislauf entstehen.

(Quelle: http://www.z-punkt.de/de/presse/pressemitteilungen/deutsche-unternehmen-mit-kreislaufschwaechen)

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