Bei der Umsetzung der Digitalisierung gibt es zwischen den Branchen noch große Unterschieden

In den verschiedenen Branchen gibt es noch große Unterschiede, wenn es um den Grad der vollzogenen Digitalisierung innerhalb des Betriebs geht. Bei den zehn untersuchten Wirtschaftssektoren schnitten die Logistikunternehmen am schlechtesten ab, wenn es um die Umsetzung der Digitalisierung ging. Strategiedefizite und die immer noch zahlreich vorhandenen Papierdokumente in den Unternehmen sind die Faktoren, welche die Digitalisierung in den Betrieben am häufigsten hemmen.

Spitzenreiter bei der Umsetzung
Führend beim Digitalisierungsgrad sind im Branchenvergleich die Unternehmen der Kommunikations- und Informationstechnologie. Diese Unternehmen haben einen wesentlichen Vorsprung im Vergleich mit den Finanzunternehmen. Die Medien- und Unterhaltungsbranche ist noch mehr im Hintertreffen als die Finanzbranche, wenn es um die Digitalisierung geht. Die Unternehmen, die sich im Mittelfeld bei der Umsetzung der Digitalisierung befinden, sind nicht so weit weg von den Spitzenreitern. Es besteht zu Beispiel zwischen den Elektronik-, Automotive- und Energieversorgungsunternehmen nur ein kleiner Unterschied, wenn es um den Grad der Umsetzung bei der Digitalisierung geht. Insbesondere die Logistikunternehmen weisen große Defizite bei der Umsetzung auf. Nicht viel besser sind die Pharma- und Chemieunternehmen. Die Maschinen- und Anlagebauunternehmen sowie der Handel sind marginal besser in ihrer Platzierung, wenn um die Umsetzung der Digitalisierung geht. Ein wesentliches Problem bei dieser Thematik ist, dass in der Wirtschaft in Deutschland nur zögerlich wachsende Entwicklungskräfte zur verstärkten Digitalisierung bestehen. Nur jedes dritte Unternehmen schenkt der digitalen Transformation eine strategische Bedeutung. In den meisten Unternehmen ist auch die Strategieverantwortung für diese Thematik nicht klar definiert.

Die wesentlichen Hindernisse bei der Umsetzung
Die unveränderte Nutzung von Papierdokumenten ist immer noch ein Problemfeld, wenn es um die Digitalisierung geht. Nur jedes dritte Unternehmen ist auf eine parallele Nutzung von digitalen und papierbasierten Informationen vorbereitet. Die Geschäftsprozesse, welche sich noch des Mediums Papier bedienen, sind zum einen nicht kompatibel mit den digitalen Interaktionsformen und zum anderem nicht ausreichend standardisierbar und automatisierbar. Zudem wäre es nicht möglich, digitale Geschäftsmodelle, wie sie mittlerweile durch Start-ups oder zur Erweiterung des täglichen Geschäfts entstehen, umzusetzen. Immer wenn digital optimierte Prozesse auf Papier treffen, ist die Durchgängigkeit der digitalen Transformation gestört. Dies hat zur Folge, dass dem Dokumentenmanagement eine tragende Rolle zukommt, da es die gewohnte Papierwelt in die längst überfällige digitale Unternehmensorganisation transformiert.

Es gibt noch Luft nach oben
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass die Bemühungen in digitale Geschäftsmodelle sich noch steigern sollten. Nur jedes siebte Unternehmen will sich auf diesem Sektor stärker engagieren und nur jedes vierte Unternehmen will in Zukunft in diesem Bereich Investitionen vornehmen. Nur in einem geringen Umfang wollen die Unternehmen in digitale Geschäftsmodelle investieren bzw. haben gar kein Budget für diesen Bereich. Die Digitalisierung hat sich in der Vergangenheit als ein wesentlicher Faktor für das Wachstum und die Rentabilität eines Unternehmens erwiesen. Unternehmen, welche am Markt konkurrenzfähig bleiben wollen, sollten sich zeitnah mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzten. Die wichtigste Aufgabe wird für die Unternehmen in der Zukunft sein, die papierlastigen Prozesse zu identifizieren und abzuschaffen.
(Quelle: https://www.d-velop.de/presse/studie-analysiert-grosse-branchenunterschiede-bei-der-digitalisierung/)

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