Deutsche Managementberatungen erwarten weiterhin zweistelliges Umsatzwachstum

Die deutschen Managementberatungen sind optimistisch, auch wenn die Aussichten für die beiden wichtigsten Kundenbranchen Automobilindustrie und Banken trüben. Mit einem Umsatzwachstum von über zehn Prozent in 2018 war dies das fünfte erfolgreiche Jahr in Folge. Trotz leichtem Rückgang der Dynamik werden in den nächsten Jahren weiterhin zweistellige Wachstumsraten erwartet. Ein Grund ist häufig notwendige Anpassung von Strategien, Geschäftsmodellen und Prozessen in den Kundenunternehmen, für die sie aufgrund des Mangels an internen Kapazitäten für Projekte, die nicht zum Tagesgeschäft gehören, und an Fachkräften für eine schnelle Umsetzung des technologischen Wandels die deutschen Managementberater brauchen. Das zeigt die Lündendonk-Studie "Managementberatung in Deutschland" im Jahr 2019.

Investitionen in Effizienzsteigerung nehmen zu
Bei den Investitionen der Kundenunternehmen liegt die Digitalisierung wie schon seit 2016 auf Platz 1, 95 Prozent der Befragten sehen Investitionen in diesen Bereich als sehr wahrscheinlich oder wahrscheinlich an. Allerdings zeigt der Sprung der Effizienzsteigerung auf Platz 2, dass Performance-Verbesserungen wieder einen höheren Stellenwert einnehmen, was an der sich verschlechternden wirtschaftliche Lage liegt.

IT weist größtes Potenzial für Wert- und Performancesteigerungen auf
Die wichtige Rolle der Digitalisierung in jedem einzelnen Unternehmensbereich (Produktion, Supply Chain) überzeugt die Managementberatungen, dass die IT das größte Potenzial für Wert- und Performancesteigerungen hat. Big Data und Analytics gelten schon zum dritten Mal als die besten Treiber für ihr Geschäft. Entsprechen suchen Managementberatungen derzeit Personal mit dem entsprechenden Know-how in den Bereichen Big Data, Business Analytics und Data Science. Als nächste drei technologische Treiber für ihr Geschäft nennen die Beratungsunternehmen Internet of Things / Industrie 4.0, digitale Plattformen und Künstliche Intelligenz.

Fachkräftemangel in Beratungsunternehmen behindert Unternehmenswachstum
Auch in der Beraterbranche herrscht Fachkräftemangel, der das Unternehmenswachstum bremst. Nicht nur die Nachfrage, auch die veränderten Anforderungen sind hoch. So benötigen die Berater digitale Kompetenzen, IT-Wissen, quantitative Fähigkeiten im Umgang mit Daten sowie soziale und kommunikative Fähigkeiten. Zugleich müssen die Beratungsunternehmen selbst Strategien entwickeln und umsetzen können.

Beratungsunternehmen brauchen Partner, um Digitalisierung zu stemmen
Beratungsunternehmen wollen für die Digitalisierung auf die Zusammenarbeit mit Partnern setzen, da Digitalprojekte eine Reihe verschiedener Kompetenzen erfordern. Entsprechend wuchs die Zustimmung zu Partnernetzwerken, Kooperationen und Technologiepartnerschaften. 85 Prozent sehen sie als Muss. Auch bei der Teamzusammensetzung gibt es aufgrund der verschiedensten Anforderungen an das erforderliche Know-how Veränderungen. Kleine und mittlere Unternehmen setzen auf flexible Teams aus IT-Beratern, Managementberatern sowie freien und externen Mitarbeitern. Große Unternehmen hingegen bauen oft das Know-how intern über die verschiedensten Leistungsfelder hinweg auf, nutzen aber auch Akquisitionen. Das zeigen die vielen Akquisitionen der Beratungsunternehmen im letzten Jahr.

(Quelle: https://www.luenendonk.de/neu-luenendonk-studie-2019-managementberatung-in-deutschland/)

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