Innovationsmanagement: Forschungsstandort Deutschland ist beliebt bei in- und ausländischen Unternehmen

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) von deutschen und ausländischen Unternehmen sind seit 2001 um ein Drittel auf rund 45 Milliarden Euro gestiegen. Seit 2007 liegen die Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland um rund vier Milliarden Euro höher als die deutscher Unternehmen im Ausland. Dabei gibt es keine Anzeichen für eine umfangreichere Auslagerung der Forschung deutscher Unternehmen ins Ausland. Tatsächlich wurden die FuE-Aufwendungen dieser Unternehmen außerhalb Deutschlands in den letzten zehn Jahren sogar leicht gesenkt. Deutsche Unternehmensforscher sind gerade in den USA und Westeuropa stark vertreten, in Indien und China haben sie aber keinen Vorsprung vor ihren Wettbewerbern.

FuE-Aufwendungen deutscher Unternehmen im Ausland bei elf Mrd. Euro
Die FuE-Investitionen deutscher Unternehmen im Ausland betragen gut elf Mrd. Euro. Von denen kommt je ein Drittel von der Pharmaindustrie und dem Kraftfahrzeugbau. Der wichtige ausländische Forschungsstandort für deutsche Unternehmen sind die USA (3,8 Mrd. Euro Aufwendungen), gefolgt von Österreich (1,3 Mrd. Euro) und Frankreich (0,9 Mrd. Euro). Gut elf Prozent der Erfindungen deutscher Unternehmen im Ausland entfallen, gemessen an der Zahl der Patente, auf neue, aufstrebende FuE-Standort, z. B. die BRIC-Staaten, Mittel- und Osteuropa sowie Südostasien. Im Vergleich mit 1995 ist das eine Verdopplung. Vor allem China und die mittel- und osteuropäischen Länder haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen, allerdings ist die Zahl der dort angemeldeten Patente verglichen mit denen der traditionellen FuE-Standorte deutscher Unternehmen noch immer gering. Nur in Südostasien ist das Wachstum der Forschung deutscher Unternehmen dynamischer als bei den Wettbewerbern, in China und den mittel- und osteuropäischen Ländern liegen sie gleichauf. In Indien ist der Anteil der deutschen Unternehmen an den Patentanmeldungen geringer als der der Wettbewerber, er liegt nur bei knapp einem Prozent.

FuE-Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland liegen bei 15 Mrd. Euro
Die FuE-Investitionen ausländischer Unternehmen in Deutschland betragen gut 15 Mrd. Euro, von denen he rund 15 Prozent auf die Pharmaindustrie, den Kraftfahrzeugbau, Computer/Elektronik/Optik sowie Luft- und Raumfahrzeugbau entfallen. Seit 2001 steigen die FuE-Aufwendungen deutlich an. Aktuell haben die ausländischen Unternehmen rund 85.000 Beschäftigte am Forschungsstandort Deutschland. Deutschland ist mit seinen qualifizierten Fachkräften, einer guten Forschungsinfrastruktur und einer Förderung, die insbesondere vielfältige FuE-Kooperationen unterstützt, ein geeignetes Umfeld für forschende Unternehmen. Im Rahmen der Globalisierung und der Finanz- und Wirtschaftskrise zum Trotz hat sich der Forschungsstandort Deutschland gut gehalten.

(Quelle: http://www.diw.de/de/diw_01.c.100319.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilungen.html?id=diw_01.c.398659.de)

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